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Herzschutz in den Wechseljahren- Dieses Molekül verändert alles!

  • Autorenbild: Petra
    Petra
  • 20. Feb.
  • 10 Min. Lesezeit

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall – das klingt nach einem Thema für ältere Männer, oder? Leider falsch gedacht.


Herzinfarkt und Schlaganfall gehören weltweit nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen bei Frauen. Und das Erschreckendste daran? Viele Frauen wissen es nicht, oder nehmen dieses Thema viel zu lange nicht ernst. Ein Fehler, den wir uns eigentlich nicht leisten können.


Genau deshalb ist dieser Beitrag heute ein biochemischer und epigenetischer Deep Dive in den Herzschutz in den Wechseljahren. Du lernst was in deinem Herz-Kreislauf-System passiert und warum du als Frau 40+ jetzt unbedingt genauer hinschauen solltest. Außerdem zeige ich dir ein Molekül, von dem du wahrscheinlich noch nie gehört hast, das aber zu den spannendsten Erkenntnissen der modernen Gefäßforschung gehört und ein echter Gamechanger für uns Frauen sein kann!


Was in deinem Körper ab 40 passiert

Um zu verstehen, warum das Herzrisiko bei Frauen ab 40 steigt, müssen wir tiefer gehen. Denn der entscheidende Trigger ist derselbe, den wir schon bei einigen anderen Themen hier besprochen haben: Unser Östrogen sinkt!


Östrogen ist nicht nur ein Fruchtbarkeitshormon, es ist ein Schutzschild für viele Organe... und das Herz ist eines davon.


Was Östrogen für dein Herz-Kreislauf-System tut:

  • Es hält deine Blutgefäße elastisch. Östrogen stimuliert die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) – einem Molekül, das Blutgefäße weitet, die Durchblutung verbessert und den Blutdruck reguliert. Weniger Östrogen = weniger NO = steifere Gefäße = höherer Blutdruck.

  • Es reguliert deine Blutfette. Östrogen senkt LDL-Cholesterin (das „schlechte") und hebt HDL-Cholesterin (das „gute"). Wenn Östrogen sinkt, verschiebt sich dieses Verhältnis – LDL steigt, HDL sinkt.

  • Es wirkt antientzündlich. Östrogen hemmt die Aktivierung von NF-κB, dem zentralen Entzündungsschalter im Körper. Fällt Östrogen ab, nimmt die systemische Entzündung zu. Und chronische Entzündung ist einer der stärksten Treiber von Arteriosklerose.

  • Es schützt die Gefäßwände. Östrogen hemmt die Oxidation von LDL-Cholesterin. Oxidiertes LDL ist das, was sich in den Gefäßwänden ablagert und Plaque bildet – der Beginn von Arteriosklerose.


Ab Anfang 40 beginnt dieser Schutz abzubauen !


Das Molekül, das deinen Gefäßen das Leben rettet, das aber kaum jemand kennt

Wie du gesehen hast, ist dieser fehlende Schutz gravierend und es ist absolut notwendig, dass wir Frauen hier entgegenwirken. Deshalb möchte ich dir ein Molekül, vorstellen, dessen Entdeckung 1998 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde. Ein Molekül, das so mächtig ist, dass es buchstäblich über die Gesundheit deiner Gefäße entscheidet: Stickstoffmonoxid, kurz NO.


NO wird in den Zellen deiner Gefäßinnenwand produziert, den sogenannten Endothelzellen. Es ist der natürliche Entspannungsschalter deiner Blutgefäße. Wenn NO freigesetzt wird, passiert Folgendes:

  • Gefäße weiten sich – der Blutdruck sinkt, die Durchblutung verbessert sich

  • Entzündungsprozesse in der Gefäßwand werden gehemmt – NO blockiert die Anlagerung von Immunzellen an die Gefäßwand, einen der ersten Schritte der Arteriosklerose

  • Blutplättchen verklumpen weniger – das Risiko für Blutgerinnsel sinkt

  • Oxidativer Stress wird reduziert – NO wirkt direkt antioxidativ in den Gefäßzellen


NO ist tatsächlich dein körpereigenes Gefäßschutzprogramm und Östrogen ist einer der stärksten Aktivatoren der NO Produktion. Es aktiviert ein Enzym namens eNOS (endotheliale Stickstoffmonoxid-Synthase), das ist das Enzym, das in deinen Gefäßzellen NO herstellt.


Mehr Östrogen bedeutet daher mehr eNOS-Aktivität, dadurch mehr NO und das wiederum unterstützt geschützte, elastische Gefäße!

Wenn Östrogen in den Wechseljahren sinkt, sinkt leider auch die eNOS-Aktivität und die NO-Produktion nimmt ab. Gleichzeitig steigt mit zunehmendem Alter die Menge an freien Radikalen und diese zerstören NO, bevor es überhaupt wirken kann. Das ist ein doppelter Verlust, denn wir haben einerseits weniger Produktion und andererseits einen schnelleren Abbau.


Der Star: Citrullin

Tatsächlich gibt es einen Weg, die NO-Produktion wieder anzukurbeln und er ist einfacher, als du denkst. Schauen wir uns dafür kurz den biochemischen Weg an:


L-Citrullin → L-Arginin → NO


L-Arginin ist die direkte Vorstufe von NO, also der Rohstoff, den eNOS (endotheliale NO-Synthase) braucht, um Stickstoffmonoxid herzustellen. Der erste Impuls ist deshalb oft einfach Arginin einzunehmen. Das Problem dabei ist allerdings, dass ein großer Teil von L-Arginin bereits im Darm und in der Leber abgebaut wird. Genau deshalb ist L-Citrullin hier die bessere Wahl.


Citrullin umgeht diesen Abbau, gelangt stabil ins Blut und wird dann in den Nieren effizient zu L-Arginin umgewandelt, also genau so, wie der Körper es physiologisch vorgesehen hat. Studien zeigen, dass Citrullin die Arginin-Spiegel im Blut sogar deutlich effektiver erhöht als Arginin selbst.


Wenn du also L-Citrullin einnimmst, bedeutet das:

  • mehr verfügbares Arginin in den Gefäßzellen

  • höhere eNOS-Aktivität

  • mehr NO-Produktion

  • bessere Gefäßerweiterung

  • potenziell niedrigerer Blutdruck

  • und weniger Entzündung im Gefäßsystem


Die Forschungsdaten hierzu sind tatsächlich beeindruckend! Studien zeigen, dass L-Citrullin bei leicht erhöhtem Blutdruck den systolischen Wert signifikant senken kann, die Endothelfunktion verbessert, die arterielle Steifigkeit reduziert (einer der wichtigsten Marker für Gefäßalterung) und die Mikrozirkulation verbessert – also die Durchblutung der kleinen Kapillaren, die deine Organe und Gewebe versorgen.


Epigenetisch gedacht:

NO ist mehr als Gefäßschutz

Citrullin ist damit einer der direktesten Hebel, um NO wieder verfügbar zu machen. Aber NO ist nicht nur ein „Gefäß-Weitsteller“, es wirkt auch wie ein epigenetischer Schutzschalter in deinen Gefäßen. Es beeinflusst die Genexpression in deinen Gefäßzellen, indem es Gene aktiviert, die antioxidative Schutzmechanismen hochregulieren, Entzündungsgene (u.a. über NF-κB) herunterregulieren und die mitochondriale Funktion in den Gefäßzellen verbessern. Wenn du also die NO-Produktion unterstützt, beeinflusst du buchstäblich, welche Gene in deinen Gefäßzellen aktiv sind und damit, wie gut deine Gefäße altern.


Herzschutz in den Wechseljahren: Entzündung, Blutzucker & Cholesterin richtig verstehen


Chronische Entzündung und dein Herz

NO schützt deine Gefäße aber nicht nur mechanisch, es wirkt auch anti-entzündlich. Und genau hier liegt der zweite große Hebel: chronische Entzündung, der eigentliche Motor hinter Arteriosklerose.


Wenn LDL oxidiert (z.B. durch freie Radikale, Blutzuckerspitzen und Entzündung), wird es von deinem Immunsystem als „Problem“ erkannt. Es dringt in die Gefäßwand ein, Makrophagen versuchen es zu beseitigen und werden dabei zu sogenannten Schaumzellen. Diese sammeln sich in der Gefäßwand an und bilden Plaques.


Gleichzeitig werden bei diesem Vorgang Entzündungsbotenstoffe ausgeschüttet:

  • IL-6 (Interleukin-6)

  • CRP (C-reaktives Protein)

  • TNF-α (Tumornekrosefaktor-alpha)


Diese Zytokine beschleunigen den Plaque-Aufbau, destabilisieren bestehende Plaques und erhöhen das Risiko, dass sie reißen, was einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslöst.


Je mehr chronische Entzündung in deinem System ist, desto höher ist dein Herzrisiko. Und weil Entzündung in den Wechseljahren bei vielen Frauen durch Schlafmangel, Darmprobleme, chronischen Stress und instabilen Blutzucker ansteigt, ist es enorm wichtig, hier bewusst ein Auge darauf zu haben.


Blutzucker, Insulin und dein Herz

Citrullin ist ein schneller, biochemischer Shortcut, doch wie gut es tatsächlich wirken kann, bestimmt das Umfeld, in das es gelangt. Und genau hier kommen Blutzucker und Insulin ins Spiel.


Viele Frauen denken bei Blutzucker, dass sie nicht betroffen sind, da sie keine Diabetes haben. In Wahrheit ist Blutzucker aber einer der stärksten Alterungs- und Gefäßtreiber überhaupt und zwarfür jeden! Jedes Mal, wenn dein Blutzucker hochschießt, passieren mehrere Dinge gleichzeitig: Insulin steigt, Entzündung steigt und es kommt zur Glykation. Dabei verbinden sich Zuckermoleküle mit Proteinen in deinen Gefäßwänden und machen sie steifer und brüchiger. Diese sogenannten AGEs (Advanced Glycation Endproducts) sind direkte Treiber von Gefäßschäden.


Hohe Glukose- und Insulinspiegel erhöhen oxidativen Stress und oxidativer Stress reduziert NO direkt. Das bedeutet, je instabiler dein Blutzucker, desto weniger kann Citrullin seine volle Schutzwirkung entfalten.


Chronisch erhöhtes Insulin fördert zusätzlich:

  • höheren Blutdruck (u.a. durch Natriumretention in den Nieren)

  • erhöhte Triglyzeride (ein unterschätzter Herzrisikofaktor)

  • Entzündung in den Gefäßwänden


Daher ist Blutzuckerstabilität nicht nur ein Thema für Diabetiker, sie ist ein zentraler Herzschutzfaktor für jede Frau ab 40. Blutzuckerspitzen und chronische Entzündung sorgen nicht nur für steifere Gefäße, sie erhöhen außerdem auch die Oxidation von LDL, der Treiber für Arteriosklerose.


Cholesterin und dein Herz

Wenn wir über Herzschutz sprechen, dann denken natürlich viele automatisch auch an Cholesterin. Cholesterin ist tatsächlich etwas komplexer als „gut“ und „schlecht“. Ja es stimmt: Erhöhte LDL-Werte korrelieren mit Herzerkrankungen und eine Senkung von LDL reduziert das Risiko nachweislich.


Das Entscheidende ist aber, dass LDL vor allem dann gefährlich wird, wenn es in ein Umfeld kommt, das von oxidativem Stress und Entzündung geprägt ist - also genau dem Umfeld, das wir gerade bei instabilem Blutzucker, chronischem Stress und stiller Entzündung sehen.


Wie bereits oben bei Entzündung geschrieben, empfindet unser Immunsystem es als Problem, wenn LDL oxidiert, denn dieses dringt in die Gefäßwand ein, Makrophagen versuchen es zu beseitigen und werden dabei zu sogenannten Schaumzellen, welche sich in der Gefäßwand ansammeln und Plaques bilden.


Besonders spannend ist in diesem Kontext die PESA-Studie. Sie zeigte, dass selbst bei Menschen mit normalem Blutdruck und guter Insulinsensitivität erhöhte LDL-Werte zu Plaque-Ablagerungen führen konnten, lange bevor Symptome auftreten.


Deshalb ist es wichtig nicht nur den absoluten LDL-Wert anzusehen, sondern vor allem auch ein Auge auf:

  • Oxidiertes LDL – das wirklich entzündungsfördernde, gefährliche LDL

  • Lipoprotein(a) – ein genetisch bedingter Risikofaktor, der oft nicht gemessen wird

  • Triglyzeride/HDL-Verhältnis – ein starker Marker für Insulinresistenz und Herzrisiko


Wenn du also dein Herz wirklich schützen willst, geht es nicht in erster Linie darum, das System so zu stabilisieren, dass dein LDL gar nicht erst oxidiert und dass deine Gefäße durch NO, stabile Blutzuckerwerte und niedrige Entzündung in einem Schutzmodus bleiben.


Es wäre nicht einer meiner Blogbeiträge, wenn du nicht auch heute wieder ganz konkrete Ideen zur Umsetzung mitbekommen würdest.


Deshalb hier die 4 wichtigsten Stellschrauben, mit denen du dein Herz-Kreislauf-System biochemisch und epigenetisch gezielt unterstützen kannst:


Stellschraube 1:

Bewegung ist Herzmedizin und ein natürlicher NO-Booster

Bewegung wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Sie senkt Entzündungsmarker, verbessert die Insulinsensitivität und ist einer der stärksten natürlichen eNOS-Aktivatoren, sie kurbelt also direkt die NO-Produktion an.


Die optimale Kombination:

  • Krafttraining 2–3× pro Woche Das verbessert Insulinsensitivität, schützt Gefäße und senkt Entzündung.

  • Moderate Ausdauer zB. Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen – ca. 150 Min./Woche

  • Kurze Bewegungssnacks im Alltag z.B. 10 Minuten gehen nach dem Essen. Das senkt Blutzuckerspitzen nachweislich und reduziert damit oxidativen Stress und schützt indirekt NO.


Stellschraube 2:

NO erhöhen – Citrullin, Nitrat & Polyphenole

Wie oben beschrieben, ist Citrullin einer der effektivsten Wege, die NO-Produktion wieder anzukurbeln und das kannst du über mehrere biochemische Wege unterstützen.


1) Citrullin-reiche Lebensmittel

  • Wassermelone (besonders die weiße Schale)

  • Gurke

  • Kürbis


Über Ernährung kannst du Citrullin aufnehmen, allerdings sind für die in Studien gezeigten Effekte Supplements meist der zuverlässigere Weg.


2) Nitratreiche Lebensmittel (anderer NO-Weg!)

  • Rote Bete

  • Spinat

  • Rucola


Diese liefern Nitrate, die über einen zweiten biochemischen Weg ebenfalls zu NO umgewandelt werden.


WICHTIG! Bei sehr niedrigem Blutdruck oder Blutdruckmedikation langsam starten.


3) Polyphenole (eNOS-Aktivatoren)

  • Quercetin (Zwiebeln, Äpfel)

  • Resveratrol (Trauben, Beeren)

  • Kakao-Flavanole (hochwertiger Kakao, dunkle Schokolade)


4) Citrullin als Supplement

In Studien werden typischerweise 3–6 g L-Citrullin täglich eingesetzt. Diese Menge ist gut verträglich und hat in der Regel keine relevanten Nebenwirkungen.


Stellschraube 3:

Ernährung


  • Mehr ungesättigte Fette aus Olivenöl, Nüssen, Avocado und fettem Fisch→ Omega-3 senkt Triglyzeride und Entzündung nachweislich.

  • Mehr Ballaststoffe→ senken LDL, stabilisieren den Blutzucker und nähren das Mikrobiom.

  • Weniger stark verarbeitete Lebensmittel→ Hauptquelle für versteckte Zucker, Transfette und Entzündungstreiber.


Studien zeigen ganz klar, dass eine ballaststoffreiche Ernährung das Herzrisiko um bis zu 30 % reduzieren kann.


Denk daran! Das Ziel ist es nicht nur LDL zu senken, sondern vor allem LDL vor Oxidation zu schützen.


Stellschraube 4:

Schlaf & Stressmanagement

Chronischer Stress hält dein Cortisol dauerhaft erhöht und Cortisol wirkt im Körper wie ein Anti-Reparatur-Signal: Es erhöht den Blutdruck, fördert Entzündung, destabilisiert den Blutzucker und reduziert langfristig die Regenerationsfähigkeit deiner Gefäße.


Und auch Schlafmangel ist ein direkter Risikotreiber. Studien zeigen, dass bereits wenige Nächte mit unter 6 Stunden Schlaf Entzündungsmarker wie CRP und IL-6 sowie den Blutdruck messbar ansteigen lassen. 7–9 Stunden Schlaf sind deshalb kein Luxus, sie sind Herzschutz!


Stellschraube 5:

Blutwerte kennen und steuern

Viele Frauen kennen ihre Herzrisiko-Werte nicht, oder schauen nur auf „Gesamtcholesterin“. Dabei ist regelmäßiges Monitoring eines der unterschätztesten Tools für echte Prävention, denn Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen nicht plötzlich! Sie entwickeln sich über Jahre und genau in dieser Zeit lassen sich Risiken früh erkennen und gezielt beeinflussen.


Es geht im Kern um vier Fragen:

  • Wie entzündet ist mein System?

  • Wie stabil ist mein Blutzucker?

  • Wie viele atherogene Partikel zirkulieren?

  • Wie gut altern meine Gefäße gerade?


Um hier klare Antworten zu bekommen, solltest du diese Marker, inklusive ihrer funktionellen OPTIMALwerte (welche natürlich weitaus strenger sind als die Normwerte, die uns zwar überleben aber nicht optimal leben lassen), kennen:


1) LDL-Cholesterin

LDL ist ein zentraler Risikomarker, besonders dann, wenn es in einem entzündlichen, oxidativen Umfeld leicht oxidiert.


Funktioneller Zielbereich:

  • optimal: < 100 mg/dl

  • bei höherem Risiko: eher < 70 mg/dl


2) ApoB

ApoB zeigt dir, wie viele atherogene Lipoprotein-Partikel tatsächlich im Blut zirkulieren. Das ist oft aussagekräftiger als LDL!


Funktioneller Zielbereich:

  • optimal: < 90 mg/dl

  • bei höherem Risiko: < 80 mg/dl (oder tiefer)


3) Oxidiertes LDL

Das ist das LDL, das wirklich gefährlich wird. Denn wie wir vorhin besprochen haben erzeugt Oxidation Entzündung und Entzündung treibt Plaque-Aufbau an.


Ziel:

  • so niedrig wie möglich

  • ideal: im unteren Referenzbereich


4) Lipoprotein(a) – Lp(a)

Lp(a) ist genetisch geprägt und einer der am meisten unterschätzten Risikofaktoren. Er wird oft nie gemessen, obwohl er bei vielen Frauen entscheidend ist.


Zielbereich (je nach Labor):

  • optimal: < 30 mg/dloder

  • optimal: < 75 nmol/l


Wenn Lp(a) hoch ist, ist das kein Grund zur Panik, aber ein Grund, die anderen Stellschrauben (LDL, Entzündung, Blutdruck, NO) besonders ernst zu nehmen.


5) Triglyzeride / HDL-Verhältnis

Das ist einer der stärksten Alltagsmarker für Insulinresistenz, Stoffwechselstress und Herzrisiko.


Funktioneller Zielbereich:

  • optimal: < 2.0

  • sehr gut: < 1.5

  • top: < 1.0


6) hsCRP (hochsensitives CRP)

Dieser Marker zeigt dir den Zustand deiner systemischen stillen Entzündung. Das ist entscheidend, denn wie oben bereits erwähnt ist Arteriosklerose nicht nur „Verkalkung“, sondern eine Entzündungskrankheit.


Funktioneller Zielbereich:

  • optimal: < 1.0 mg/L

  • sehr gut: < 0.5 mg/L

  • Achtung: > 3.0 mg/L = deutlich erhöht (immer Kontext beachten: Infekt, Training, Zyklus etc.)


7) Nüchternblutzucker & HbA1c

Blutzuckerstabilität ist Herzschutz. Darüber lässt sich nicht diskutieren! Deshalb ist es unglaublich wichtig, auch hier ein Auge drauf zu haben, denn gerade ab 40 verschiebt sich diese Achse leider oft, ohne dass man es sofort merkt.


Funktionelle Zielbereiche:

  • Nüchternblutzucker: 70–90 mg/dl

  • HbA1c: optimal < 5.3 % (spätestens ab 5.7 % beginnt der Prädiabetes-Bereich)


8) Nüchterninsulin

Viele Frauen haben normale Glukosewerte, aber bereits chronisch erhöhtes Insulin. Und genau das treibt Entzündung, LDL-Oxidation und Gefäßalterung.


Funktioneller Zielbereich:

  • optimal: < 6 µIU/ml

  • sehr gut: < 4 µIU/ml


9) Blutdruck

Ein unterschätzter Killer und einer der stärksten Risikotreiber für Schlaganfall.


Ziel:

  • optimal: ~ 120/80 mmHg

  • sehr gut: 115/75 mmHg (wenn du dich dabei gut fühlst)

  • ab > 130/80 sollte man genauer hinschauen



Wenn du dich bei diesen Werten unsicher fühlst oder nicht weißt, was sie für dich bedeuten, dann buche meine funktionelle Blutwert-Analyse. Wir schauen gemeinsam, wo du gerade stehst und welche Hebel für dich am meisten Wirkung bringen. Hier geht's zur Blutwerte-Analyse!


All diese Marker helfen dir,

dass du nicht im Dunkeln tappst...

... sondern zu verstehen, wo du gerade stehst und welche Stellschrauben für dich wirklich zählen. Herzinfarkt und Schlaganfall sind weiterhin die häufigsten Todesursachen bei Frauen, ABER es ist wichtig zu verstehen, dass sie in sehr vielen Fällen vermeidbar sind!


Was musst du dafür tun?

  • NO hochhalten.

  • Entzündung senken.

  • Blutzucker stabilisieren.

  • Schlaf priorisieren.

  • Bewegung als Medizin nutzen.


Dein Herz verliert mit dem Östrogenabfall einen wichtigen Schutz, aber mit dem richtigen Wissen und deinen täglichen Entscheidungen hast du mehr Einfluss, als du denkst!


Wissen wirkt erst, wenn du es lebst!

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Herzschutz in den Wechseljahren: NO, Entzündung, Blutzucker und Cholesterin als zentrale Faktoren für Gefäßgesundheit bei Frauen 40+.

 
 
 

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