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Mehr Protein ab 40? JA, aber bitte richtig!

  • Autorenbild: Petra
    Petra
  • 7. Dez. 2025
  • 10 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Dez. 2025

Egal ob auf Instagram, in YouTube-Videos, Podcasts oder Gesundheitsmagazinen – kein Tag vergeht an dem man nicht: „Iss mehr Eiweiß!" hört!


Was früher ein Nischenthema für Bodybuilder war, ist heute Mainstream. Proteinriegel stapeln sich an den Supermarktkassen. Proteinpuddings, Proteinmüslis, Proteinchips – ein ganzer Markt lebt davon, uns Frauen zu suggerieren, dass genau diese Produkte der Schlüssel zu einem gesunden, schlanken und straffen Körper seien. Leider sind die meisten dieser Produkte überteuerte, hochverarbeitete Junk-Food-Varianten die zwar Protein beinhalten... aber eben leider auch eine ganze Menge an anderen Inhaltsstoffen, die wir eigentlich nicht ständig in unserem Körper haben sollten.


Wie schon erwähnt, breiten sich derzeit parallel zu dieser massiven Produktvermarktung auch auf Social Media unzählige Ratschläge für Frauen ab 40 aus. „Iss mehr Eiweiß!“, „Bau mehr Muskeln auf!“, „Mach Krafttraining!“. Doch mit den Empfehlungen wächst auch die Unsicherheit. „Ich möchte nicht wie ein Bodybuilder aussehen.“„Schadet viel Protein nicht den Nieren?“„Erhöhe ich damit nicht mein Krebsrisiko?“ Und selbst Fachleute geraten regelmäßig aneinander, wenn es um Proteinmengen, mTOR und ein potenzielles Gesundheitsrisiko geht. Es ist ein undurchdringlicher Informationsdschungel und viele Frauen fühlen sich orientierungslos, verunsichert und müde, ständig widersprüchliche Botschaften zu hören.


Zeit also für einen ehrlichen, wissenschaftlich fundierten Deep Dive - ohne den ganzen Marketing-Hype! Im heutigen Blogbeitrag schauen wir ganz genau hin! Du lernst was hormonell, metabolisch und zellulär dahintersteckt und worauf du beim Konsum auf jeden Fall achten solltest!


Die Protein-Lücke in den Wechseljahren

Lass uns dort beginnen, wo die meisten Frauen heute stehen: Zum Frühstück gibt es Müsli oder Porridge mit Früchten, mittags einen leichten Salat und abends Fleisch oder Fisch mit Gemüse. Viele Frauen achten bereits sehr bewusst auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und das ist grundsätzlich natürlich großartig. Doch mit dieser Art von Ernährung kommen die meisten Frauen im Schnitt auf gerade einmal 50–60 Gramm Protein pro Tag. Und genau hier wird es problematisch, denn diese Menge reicht leider einfach nicht für all das was unser Körper ab Ende 30 braucht aus!


Der optimale Bedarf in der hormonellen Umbruchphase liegt bei etwa 1,6-2,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einer 65 kg schweren Frau sind das also 104-143 Gramm täglich. Fast doppelt so viel wie die meisten essen!

Und genau diese Protein-Lücke – also der Unterschied zwischen dem, was die meisten Frauen essen, und dem, was ihr Körper tatsächlich braucht – erklärt vieles, was im Alltag oft rätselhaft erscheint:


  • Das hartnäckige Bauchfett, das trotz Diät nicht weggeht.

  • Die Stimmungsschwankungen, die aus dem Nichts kommen.

  • Die schlechte Regeneration nach dem Sport.

  • Die niedrige Energie, die einem durch den Tag schleppen lässt.

  • Die Schlafprobleme.

  • Der ständige Heißhunger auf Süßes.

  • ...


All das kann (und das überrascht viele) unmittelbar mit einer zu geringen Proteinzufuhr zusammenhängen.


Warum brauchen wir plötzlich so viel Protein?

Mit dem Absinken von Östrogen und Progesteron verändert sich nicht nur unsere Stimmung oder unser Schlaf. Tatsächlich verändert sich unsere gesamte Stoffwechselbiologie.


  • Der Stoffwechsel verlangsamt sich merklich: Der Körper baut Muskeln schneller ab – bis zu 3-8% Muskelmasse pro Jahrzehnt und dieser Prozess beschleunigt sich bis zur Menopause (also dem Ausbleiben der Blutung) dramatisch.


  • Deine Darmflora verändert sich, besonders das sogenannte Östrobolom (die Bakterien, die für den Östrogenabbau zuständig sind).


  • Deine Leber wird stärker belastet, weil sie mehr Hormone, Stoffwechselprodukte und Umweltgifte abbauen muss.


  • Dein Blutzucker und Insulin reagieren empfindlicher – was früher problemlos war, führt jetzt zu Gewichtszunahme.


  • Entzündungen nehmen zu, weil Östrogen einen schützenden, entzündungshemmenden Effekt hat, der nun wegfällt.


Kurz gesagt: Es passiert auf vielen Ebenen gleichzeitig sehr viel. Und ohne ausreichend Protein kann der Körper in dieser Phase nicht effizient regenerieren, entgiften, Muskeln erhalten oder Hormone regulieren. Er bleibt in einer Art „Reparatur-Stau“ stecken.



Die sechs Gründe, warum du Protein brauchst


1. Muskelmasse erhalten = Stoffwechsel retten

Ab 40 verliert der Körper automatisch Muskelmasse. Und Muskeln sind nicht nur für Kraft da, sie sind stoffwechselaktives Gewebe. Das bedeutet:

  • Mehr Muskeln = höherer Grundumsatz: Du verbrennst mehr Kalorien, auch wenn du auf der Couch sitzt.

  • Mehr Muskeln = weniger Bauchfett: Muskeln verbrennen bevorzugt Fett als Energiequelle.

  • Mehr Muskeln = besserer Blutzucker: Muskeln sind der größte Glukose-Speicher in deinem Körper.


Protein plus Krafttraining sind die EINZIGEN Faktoren, die diesen Muskelabbau stoppen oder sogar umkehren können. Keine Diät, keine Cardio-Einheit, kein Supplement kann das ersetzen.

2. Blutzucker stabilisieren = Heißhunger beenden

Einer der Hauptgründe, warum Frauen ab 40 plötzlich unkontrollierbare Heißhungerattacken haben, liegt in instabilem Blutzucker. Protein ist hier dein stärkster Verbündeter, weil es:

  • Blutzuckerspitzen verhindert: Wenn du Protein mit Kohlenhydraten kombinierst, steigt dein Blutzucker langsamer und stabiler.

  • Heißhunger über Stunden reduziert: Protein sättigt langanhaltend – viel länger als Kohlenhydrate.

  • Insulin senkt: Weniger Insulin bedeutet weniger Fettspeicherung, besonders am Bauch.

  • Cortisol reduziert: Stabile Blutzuckerwerte bedeuten weniger Stressreaktion und weniger Stressbauch.


Eine faszinierende Studie zeigte, dass Frauen, die ihren Proteinanteil von 15% auf 30% der Gesamtkalorien erhöhten, automatisch 441 Kalorien weniger pro Tag aßen, ganz ohne bewusste Diät. Einfach nur, weil Protein so stark sättigt.


3. Leber entlasten = Hormone besser regulieren

Deine Leber ist das zentrale Entgiftungsorgan. Sie baut überschüssiges Östrogen, verbrauchte Schilddrüsenhormone, Stresshormone wie Cortisol, Medikamente, Umweltgifte aus Plastik, Kosmetik und Nahrung ab. Aber um all diese Stoffe abzubauen und auszuscheiden, braucht deine Leber Aminosäuren, die Bausteine von Protein.

Hierbei sind

  • Glycin (für Phase-2-Entgiftung)

  • Cystein (Vorstufe von Glutathion, dem stärksten Antioxidans)

  • Glutamin (unterstützt Darmbarriere und Leberzellen) und

  • Methionin (essentiell für Methylierung, einen zentralen Entgiftungsprozess)

besonders wichtig.


Ohne ausreichend Protein entwickelt sich ein Östrogenstau. Das überschüssige Östrogen zirkuliert weiter im Körper, wird nicht richtig ausgeschieden, und du bekommst Symptome wie: Brustspannen, Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme trotz gesunder Ernährung, Stimmungsschwankungen, Hautprobleme, etc.


Protein hilft deiner Leber aufzuräumen.

4. Darm heilen = Hormone ausbalancieren

Dein Darm ist nicht nur für Verdauung zuständig, er entscheidet auch mit, wie deine Hormone funktionieren. Es gibt sogar einen speziellen Teil deines Darmmikrobioms, der sich Östrobolom nennt - eine Gruppe von Bakterien, die speziell für den Abbau und die Ausscheidung von überschüssigem Östrogen zuständig sind.


Protein – besonders die Aminosäure Glutamin – ist essentiell für:

  • Die Regeneration der Darmwand: Glutamin ist der Hauptbrennstoff für die Zellen deiner Darmschleimhaut.

  • Die Stabilisierung der Darmbarriere: Eine durchlässige Darmwand („Leaky Gut") führt zu Entzündungen im ganzen Körper.

  • Die Unterstützung des Östroboloms: Ein gesunder Darm scheidet überschüssiges Östrogen aus, statt es wieder in den Kreislauf zu lassen.


Mit ausreichend Protein haben wir also weniger Blähbauch, weniger PMS- oder Wechseljahres-Symptome, eine bessere Haut und mehr Energie!


5. Haut, Haare, Nägel – deine sichtbare Jugend

Alle Strukturproteine in unserem Körper bestehen aus Aminosäuren:

  • Kollagen (gibt deiner Haut Festigkeit und Struktur),

  • Elastin (sorgt für Elastizität und Spannkraft),

  • Keratin (baut Haare und Nägel auf).


Ab 40 produziert dein Körper etwa 1-2% weniger Kollagen pro Jahr und Östrogen, das die Kollagenproduktion stimuliert, sinkt ebenfalls.


Zu wenig Protein verschlimmert diesen Prozess dramatisch.

Falten werden tiefer. Die Haut wird dünner und trockener. Haare fallen aus oder werden brüchig. Nägel splittern. Cellulite wird sichtbarer (weil das Bindegewebe erschlafft). Keine Creme der Welt kann das ausgleichen, wenn die Rohstoffe von innen fehlen!


6. Entzündungen senken = Altern verlangsamen

Protein ist essentiell für die Produktion von Glutathion, unserem wichtigsten körpereigenen Antioxidans. Glutathion schützt unsere Zellen vor oxidativem Stress, neutralisiert freie Radikale und unterstützt die Entgiftung. Es ist der Bodyguard unserer Mitochondrien. Ohne ausreichend Protein kann der Körper nicht genug Glutathion herstellen.

Die Folge davon:

  • Der oxidative Stress nimmt zu.

  • Chronische Entzündungen steigen.

  • Die Alterung beschleunigt sich.

  • Erschöpfung wird chronisch.


Protein ist also nicht nur „Muskelfutter", es ist die Grundlage unserer Biochemie

Tatsächlich ist Protein die Grundlage von fast allem in unserem Körper!

Unsere Schilddrüsenhormone (T3, T4 – essentiell für Stoffwechsel).

Unsere Neurotransmitter wie Serotonin (Stimmung), Dopamin (Motivation), Melatonin (Schlaf).

Unser Immunsystem – Antikörper sind Proteine.

Unsere Enzyme – ohne sie läuft keine einzige chemische Reaktion in unserem Körper.

Unsere DNA-Reparatur – die Enzyme, die die DNA reparieren, sind aus Protein.

Und unser Zellwachstum und unsere Regeneration, denn jede neue Zelle braucht Protein.


Daher ist Protein tatsächlich keine Diät-Mode!


Die mTOR-Angst:

Ist zu viel Protein krebsfördernd?


mTOR (mechanistic Target of Rapamycin) ist ein zentraler Wachstums- und Reparaturschalter in unseren Zellen. Ohne mTOR könnten wir keine Muskeln aufbauen, keine Gewebe reparieren, keine Zellen erneuern und keine stabile Immunantwort erzeugen. Er ist also ein essenzieller Mechanismus des Lebens.


Was genau hat nun mTOR mit Protein zu tun? mTOR wird unter anderem durch Protein – insbesondere durch die Aminosäure Leucin – aktiviert. Jedes Mal, wenn wir uns proteinreich ernähren, wird mTOR angeregt und sendet ein Signal für Aufbau, Regeneration und Wachstum. Diese Aktivierung ist zeitlich begrenzt und schaltet sich nach der Verdauungsphase wieder ab.


Problematisch wird mTOR erst dann, wenn es dauerhaft aktiviert bleibt, also rund um die Uhr auf „Wachstum“ gestellt ist. Und wichtig: Protein allein führt nicht zu einer gefährlichen Daueraktivierung von mTOR. Eine chronische Überaktivierung entsteht erst bei hoher Proteinzufuhr in Kombination mit mehreren ungünstigen Lebensstilfaktoren.


mTOR wird dauerhaft aktiviert bei einem Lebensstil mit:

  • ständigem Kalorienüberschuss

  • kaum Bewegung

  • häufigem Snacken

  • hoher Insulinbelastung

  • chronischem Stress

  • stark verarbeiteten Lebensmitteln

  • fehlenden Fasten- oder Entlastungsphasen



Das führt langfristig zu:

• weniger zellulärer Selbstreinigung

• beschleunigter Alterung

• höherem oxidativem Stress

• mitochondrialer Erschöpfung

• potenziell erhöhtem Risiko für unkontrolliertes Zellwachstum (nur in Verbindung mit Insulinresistenz + Überernährung!)

• chronischen Entzündungen


Wie bei allen biologischen Systemen kommt es auch hier auf die Balance an.

Es ist wichtig zu betonen:

Diese Risiken entstehen NICHT bei einer erhöhte Proteinzufuhr bei gesunden Frauen. Sie entstehen erst, wenn hohe Proteinzufuhr auf Überernährung, ständige Insulinspitzen und Bewegungsmangel trifft!



Lass dich also nicht verunsichern, denn die wissenschaftlichen Daten für Frauen ab 40 sind eindeutig:

Mehr Protein = weniger Sterblichkeit

Mehr Muskelmasse = längere Lebenserwartung

Protein schützt vor Sarkopenie, Knochenverlust und Stoffwechselkrankheiten


Das Risiko liegt also nicht im Protein!

Das Risiko liegt in einer fehlenden Balance zwischen Aufbau und Reparatur.

Und hier kommt die Autophagie, unsere zelluläre „Müllabfuhr“, ins Spiel! Sie entsorgt die beschädigte Proteine, defekte Zellstrukturen und oxidierte Moleküle.



Mein Tipp für dich:

So modulierst du mTOR intelligent

Wie du siehst, benötigen Frauen ab 40 eine deutlich höhere Menge an Protein, um all die zellulären, hormonellen und metabolischen Prozesse überhaupt zuverlässig abwickeln zu können. Diese Proteinzufuhr aktiviert mTOR, unseren natürlichen Wachstums- und Reparaturschalter. Und genau diese Aktivierung ist grundsätzlich gewünscht: Sie ermöglicht Muskelaufbau, Regeneration, stabile Hormonbildung und ein starkes Immunsystem.


Was wir jedoch nicht möchten, ist ein dauerhaft und unkontrolliert aktives mTOR-Signal, das ohne ausreichende Pausen keinen Raum für Reparaturprozesse lässt. Auch wenn du gesund bist, dich nicht ständig überisst, nicht dauernd snackst und dich regelmäßig bewegst, bleibt oft ein Rest Unsicherheit: Aktiviere ich mTOR zu stark? Könnte das irgendwann problematisch sein?


Um diese Sorge zu nehmen und gleichzeitig die Vorteile einer proteinreichen Ernährung optimal zu nutzen, empfehle ich den Frauen in meiner Community und in meiner 1:1 Beratung folgendes, sehr effektives Konzept:


Power-Tage (5 Tage pro Woche):

Iss proteinreich, etwa 1,6–2,2 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht. In diesen Tagen aktivierst du mTOR ganz bewusst für Muskelaufbau, Reparaturprozesse, hormonelle Stabilisierung und einen aktiven Stoffwechsel. Das ist die Phase, in der dein Körper aufbauen, regenerieren und stärker werden darf.


Detox-Tage (2 Tage pro Woche):

Plane zwei Tage mit bewusst reduziertem Protein und geringerer Kalorienzufuhr ein. Damit aktivierst du die Autophagie, den natürlichen Selbstreinigungsprozess deiner Zellen. An diesen Tagen steht nicht Aufbau, sondern Reparatur, Recycling und metabolische Entlastung im Vordergrund.


Krafttraining + Ausdauer kombinieren:

Nutze beide Trainingsformen gezielt. Krafttraining aktiviert mTOR lokal in der Muskulatur und fördert Aufbau und Stabilität. Ausdauertraining aktiviert AMPK, den natürlichen Gegenspieler und unterstützt Fettstoffwechsel sowie metabolische Flexibilität. Gemeinsam schaffen sie eine ausgeglichene, belastbare Stoffwechselarchitektur.


Diese Kombination schafft metabolische Flexibilität, den Schlüssel für gesundes, vitales Altern.


Wie du mehr Protein in deinen Alltag integrierst

(ohne dass es kompliziert wird)

Wissen ohne Umsetzung ist ja bekanntlich wertlos. Wie bekommst du nun also mehr Protein in deine Ernährung, ohne, dass du auf ungesunde Proteinriegel und Co zurückgreifst?


1.Das Frühstück ist deine wichtigste Stellschraube

Die meisten Frauen essen morgens 5-12 Gramm Protein. Ein Brötchen mit Marmelade. Müsli mit Milch. Ein Croissant und Kaffee. Das ist viel zu wenig. Dein Ziel sollten bereits 30-40 Gramm Protein zum Frühstück sein. Das stabilisiert deinen Blutzucker für den ganzen Tag und verhindert Heißhunger am Nachmittag. Außerdem regt es die Muskelproteinsynthese optimal an.


Frühstücks-Ideen mit 30-40g Protein:

3 Eier + 100g extra Eiweiß + 50g Feta = 38g Protein

150g Griechischer Joghurt + 30g Proteinpulver + Beeren = 35g Protein

150g Hüttenkäse + 2 Eier, als Omelett = 32g Protein

Protein-Smoothie: 40g Proteinpulver + Spinat + Beeren + Mandelmilch = 40g Protein


2.Verteile Protein gleichmäßig über den Tag

Dein Körper kann pro Mahlzeit etwa 25-40 Gramm Protein optimal verwerten. Mehr ist nicht schädlich, aber die Verwertung ist nicht mehr ideal.

Daher ist es am besten täglich 3 Mahlzeiten mit jeweils 30-40g Protein zu dir zu nehmen.


3.Nutze deine Handfläche als einfaches Maß

Keine Lust zu wiegen? Kein Problem. Eine Handfläche (Größe + Dicke) Fleisch, Fisch oder Tofu entspricht etwa 25-30 Gramm Protein.

Pro Mahlzeit: 1-1,5 Handflächen Proteinquelle.


4.Qualitäts-Protein zuerst – Snacks vermeiden

Echte Lebensmittel sind immer besser als verarbeitete Protein-Snacks. Konzentriere dich auf drei proteinreiche Hauptmahlzeiten statt auf ständiges Snacken. Wenn du zwischen den Mahlzeiten isst, bleibt dein Insulin erhöht und das verhindert deine Fettverbrennung und bremst die Autophagie.


5.Steigere die Menge langsam

Wenn du aktuell 60 Gramm Protein isst, springe nicht sofort auf 120. Dein Verdauungssystem braucht Zeit, sich anzupassen.



Die besten Proteinquellen für Frauen ab 40


Tierische Quellen (vollständiges Aminosäureprofil)

Eier: Das biologisch hochwertigste Protein. Ein Ei = 6-7g Protein.

Fisch: Besonders fetter Fisch wie Lachs, Makrele, Hering – zusätzlich reich an Omega-3.

Geflügel: Huhn, Pute – mager, vielseitig, erschwinglich.

Rind (grasgefüttert): Reich an Eisen, Zink, B-Vitaminen.

Joghurt, Skyr, Hüttenkäse: Fermentiert = gut für den Darm. Achte auf Vollfett und wenig Zucker.


Pflanzliche Quellen (müssen für vollständiges Aminosäurenprofil meist miteinander kombiniert werden!)

Quinoa: Eines der wenigen pflanzlichen Proteine mit vollständigem Aminosäureprofil.

Tofu, Tempeh: Fermentierter Soja ist besser verträglich als unfermentierter.

Linsen, Bohnen, Kichererbsen: Reich an Ballaststoffen, aber immer mit Getreide oder Samen kombinieren.

Hanfsamen: Vollständiges Protein, reich an Omega-3.


Ergänzend (aber niemals als Ersatz für echtes Essen!)

Whey Protein (Molkeprotein): Schnell resorbierbar, ideal nach dem Training. Achte auf grasgefütterte Qualität und bitte immer ohne Geschmack und Süßstoff!

Eiprotein-Pulver: Gute Alternative bei Laktoseintoleranz.

Pflanzliche Proteinmischungen: Achte auf Mischungen aus Erbse, Reis, Hanf für vollständiges Profil.


Proteinriegel und Protein-Snacks - Finger weg!

Die meisten Proteinriegel, Proteinpuddings und Co enthalten künstliche Süßstoffe (die dein Darmmikrobiom schädigen), minderwertige Proteinquellen (oft Sojaproteinisolat oder Kollagenhydrolysat mit unvollständigem Aminosäureprofil), Emulgatoren (die die Darmbarriere angreifen), künstliche Aromen und Farbstoffe, Zuckeralkohole (die Blähungen verursachen). Diese Produkte stören dein Darmmikrobiom, belasten deine Leber, destabilisieren deinen Blutzucker und fördern Entzündungen.


Echte Lebensmittel sollten immer deine erste Wahl sein! Für den Fall, dass du es aber trotz aller Bemühungen nicht schaffst, auf die notwendige tägliche Proteinmenge zu kommen, kann ich dir meinen persönlichen Favoriten empfehlen: smap® von everydays. Die dort enthaltenen Aminosäuren werden direkt über die Schleimhäute aufgenommen und umgehen damit weitgehend Verdauung, Leber und Nieren. Eine besonders schonende und vor allem einfache Möglichkeit, deine Proteinzufuhr zu ergänzen.



FAZIT:

Für Frauen ab 40 ist zu wenig Protein ein viel größeres Risiko als „zu viel". Protein schützt unsere Muskeln, unseren Stoffwechsel, unsere Leber, unseren Darm, unsere Haut, unsere Hormone und unsere Langlebigkeit. Daher ist 'Iss mehr Protein' keine Mode sondern Biochemie und die Grundlage unserer Gesundheit.


Trotzdem, denk unbedingt immer daran dich bei hoher Proteinaufnahme ausreichend zu bewegen und auch den Gegenspieler zu mTOR zu bedienen! Lege dafür unbedingt regelmäßig proteinfreie Tage ein! (zB mit Scheinfastenrezepte) Aktiviere dein Zellreinigungsprogramm (=Autophagie), damit du bis ins hohe Alter vital, stark und strahlend bleibst!


Denk immer daran:

Protein + Autophagie + Bewegung = ergeben zusammen das optimale, epigenetische Altern!



Was du in 4 Wochen spüren wirst

Wenn du beginnst, bewusst mehr hochwertiges Protein zu essen, passiert etwas Bemerkenswertes:

Woche 1-2: Der Appetit beruhigt sich

  • Weniger Heißhunger

  • Längere Sättigungsphasen

  • Stabilerer Blutzucker

  • Weniger Snack-Attacken am Nachmittag


Woche 3-4: Die Energie steigt

  • Morgens wacher und klarer

  • Weniger "Durchhänger" am Nachmittag

  • Bessere Konzentration

  • Stabilere Stimmung


Woche 5-8: Der Körper verändert sich

  • Muskulatur wird fester (besonders mit Training)

  • Haut wirkt praller und straffer

  • Haare und Nägel werden kräftiger

  • Körperzusammensetzung verbessert sich (mehr Muskeln, weniger Fett)


Nach 3 Monaten: Der Stoffwechsel ist neu kalibriert

  • Grundumsatz ist messbar höher

  • Körper verlangt automatisch nach proteinreichen Mahlzeiten

  • Gewicht stabilisiert sich auf gesundem Niveau

  • Hormonbalance verbessert sich merklich



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